Freitag, 24. November 2017

JUGENDFEUERWEHREN SIND DIE JUGENDGRUPPEN DER FREIWILLIGEN FEUERWEHREN

In fast jedem Ort, gibt es freiwillige Feuerwehren – egal ob Großstadt oder Dorf. Alle Bürgerinnen und Bürger können sich dort ehrenamtlich einbringen um ihren Mitmenschen in Notsituationen zu helfen. In vielen Freiwilligen Feuerwehren gibt es auch Jugendabteilungen - Jugendfeuerwehren. Bereits mit 10 Jahren können Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr beitreten. Dort lernt man wichtige Grundlagen für den späteren Feuerwehrdienst.


Was macht man in der Jugendfeuerwehr?

Diese Frage wird oft gestellt. Einerseits von Kindern, aber meistens von Eltern, die nicht wissen was die Jugendlichen an der Jugendfeuerwehr finden oder warum sie ausgerechnet zur Feuerwehr wollen.

Einer der Gründe warum viele zur Jugendfeuerwehr gehen ist mit Sicherheit die Begeisterung für Technik, die man mit vielen Gleichgesinnten teilen kann.

Einige wollten schon immer Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann werden wie Grisu oder einfach weil Mama oder Papa auch in der Feuerwehr sind.

Um mal wirklich klarzustellen was wir in der Jugendfeuerwehr machen und um jedem neuen Jugendfeuerwehrmitglied einige Argumente für die Eltern mitzugeben, haben wir hier einiges aufgezählt.


Jugendfeuerwehr - das bedeutet:

Feuerwehrtechnische Ausbildung
Die Jugendlichen erlernen Funktion und Handhabung der Ausrüstung unserer Feuerwehr, wie z.B. Arbeiten mit Feuerlöschern, Löschen mit den "großen" Strahlrohren oder einfache Technische Hilfeleistung.
Aber auch theoretisches Wissen verschiedenster Themenbereiche kommt nicht zu kurz. Dazu gehören z.B. Brandschutz, Funktechnik, Umgang mit Karte (und Kompass) und Erste Hilfe.
 
Ausflüge
Einmal im Jahr findet ein Zeltlager auf Gemeinde-, Kreis- oder Bezirksebene statt. Dort treffen Jugendliche aus verschiedenen Regionen zusammen um sich auszutauschen und ihre Erfahrungen zu teilen. Während der Zeltlagerwoche gibt es viel zu erleben: Lagerolympiade, Nachtwanderungen, Badespaß, Ausflüge in Themenparks, Besuche anderer Feuerwehren, Mottoshows, Disco, uvm. Spiel und Spaß rund um die Uhr.

Freundschaft und Kameradschaft
Die vielen gemeinsamen Aktionen und Dienstabende schweißen die Jugendlichen zu einer Gruppe zusammen. Sie lernen als Team zu arbeiten und Aufgaben gemeinsam zu lösen.

Mitbestimmung und Mitverantwortung
Die Jugendlichen wählen einmal im Jahr ihren Jugendsprecher. Dieser ist, ähnlich wie ein Klassensprecher in der Schule, Ansprechpartner für die Jugendlichen. Der Jugendausschuss, der durch gewählte Jugendliche besetzt wird, berät zusammen mit dem Jugendsprecher und dem Jugendfeuerwehrwart (Leiter der Jugendfeuerwehr) Dinge wie z.B. die Themen des Dienstplans.

Gruppen- und Videoabend
Bei all den ernsten Themen darf der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen, deshalb gibt es regelmäßig Spiele- und Filmabende bei denen Feuerwehrthemen mal außen vor bleiben. Auch gebastelt und gewerkelt wird in der Jugendfeuerwehr z.B. Nistkästen, Insektenhotel, uvm. .

Wettbewerbe, Jugendflamme und Leistungsspange
Einmal im Jahr finden Samtgemeinde und Kreiswettbewerbe statt, bei dem es darum geht mit einer Gruppe von Jugendlichen einen Löschangriff innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst fehlerfrei aufzubauen.
In unterschiedlichen Altersstufen können die Jugendlichen an der Jugendflammenabnahme teilnehmen. Dazu müssen sie verschiedene Aufgaben lösen und ihre bereits erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis stellen. Bis zu 3 Flammen (gelb, orange und rot) können während der Jugendfeuerwehrzeit erworben werden.
Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung die ein Jugendfeuerwehrmitglied erlangen kann. Um sie zu erhalten muss eine Gruppe von Jugendlichen 5 Aufgaben gemeinsam lösen. Z. B. eine Schlauchleitung von 120m möglichst schnell verlegen, einen Löschangriff aufbauen,  und einen Staffellauf in einer Vorgegebenen Zeit vollenden. Das besondere bei der Leistungsspange ist, das es sich um eine Gruppenleistung handelt, nur wenn jedes Gruppenmitglied besteht wird die Gruppe ausgezeichnet.