Donnerstag, 29. Oktober 2020
Feuer Bahn
Einsatzart Feuer Bahn
Kurzbericht Rauchentwicklung in einer Diesellok
Einsatzort Am Bahnhof
Alarmierung Alarmierung per Melder
am Samstag, 26.09.2020, um 10:13 Uhr
Mannschaftsstärke k.A.
eingesetzte Kräfte
Organisationen



Einsatzfahrzeuge
35/24/7  35/24/7 TLF 16/25 35/11/7  35/11/7 ELW 1 35/43/7  35/43/7 LF 8 35/17/7  35/17/7 MTF
Einsatzbericht

Auf der Fahrt einer Start-Regionalbahn von Cuxhaven zum Hamburger Hauptbahnhof bemerkten Zugpersonal und Fahrgäste zwischen Hechthausen und Himmelpforten Rauch und Qualm vom Zug aufsteigen.

Anfangs wurde befürchtet, dass eine heiß gelaufene Bremse einen Waggon in Brand gesetzt haben könnte und Fahrgäste in Gefahr sind.

Der Lokführer hatte den Vorfall anfangs nicht bemerkt und wurde über die Rauchentwicklung informiert.

Er konnte dann feststellen, dass der starke Rauch von der Lokomotive aufsteigt.

Ein Notruf wurde abgesetzt, der zur Alarmierung der Feuerwehren Breitenwisch und Himmelpforten um 10.13 Uhr führte.

Der Lokführer konnte den Zug mit der stark qualmenden Lokomotive bis zum Himmelpfortener Bahnhof fahren.

Alle Fahrgäste wurden aufgefordert die Waggons umgehend zu verlassen.

Während sich die Reisenden in Sicherheit begaben, verschafften sich die eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr Himmelpforten einen Überblick über die Lage, rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus und kletterten in die Lok um die Ursache für die Rauchentwicklung zu finden und um nötigenfalls ein Feuer zu bekämpfen.

Nach Begehung des Maschinenraums der Lok konnte eine übermäßige Erwärmung des Motors und der Austritt von Kühlflüssigkeit festgestellt werden.

Eine Wärmebildkamera kam zum Einsatz, um die Umgebung des überhitzen Motors zu kontrollieren und einen weiteren potentiellen Schaden durch Hitzestrahlung ausschließen zu können.

Unterhalb und neben der Lokomotive wurden Wannen mit Bindemitteln zum Auffangen der austretenden Betriebsstoffe aufgestellt, nachdem die Rückmeldung von der Bahnleitstelle gekommen war, dass die Gleise für den Zugverkehr gesperrt sind.

Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst brauchte nicht tätig zu werden. Die Polizei dokumentierte den Vorgang und vergewisserte sich, dass keine Personen zu Schaden gekommen waren.

Für die mehr als fünfzig Reisenden wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen organisiert.

Nach etwa 80 Minuten Wartezeit konnten die Fahrgäste ihre Reise fortsetzen.

Nach knapp 90 Minuten war der Einsatz für die Feuerwehr beendet, nachdem ein herbei geeilter Mechaniker die Undichtigkeit im Maschinenraum provisorisch beheben konnte.

Der Zugverkehr für die Gegenrichtung konnte zu diesem Zeitpunkt wieder freigegeben werden.

Stader Tageblatt   
Einsatzfotos